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Mittwoch, 24. April 2013

Mitglied-Werbung



Sprachsport am Dönerstand: Mit scharf oder ohne? Mit die häufigste Antwort: Mit Schaf. Der Deutsche Germanistenverband hat laut aktuellem "Spiegel" auch ein Mit-Problem. Wie solle diese Sprechaktvereinigung ihre Mitglieder ansprechen?

Das Wort "Mitglied" verschreckte laut "Spiegel" schon Linguisten vor knapp vier Jahrzehnten "wegen zu starker Anklänge ans männliche Sexualorgan". Unter weiblichen Alternativvorschlägen sollen Begriffe gewesen sein wie "Ohneglied" oder "Mitklitoris". Aha. Damit beschäftigen sich also Sprachwissenschaftler und Sprachwissenschaftlerinnen, statt klarzustellen, dass das eine Wort mit dem anderen so gar nicht zu tun hat.

Neben dem "Spiegel"-Artikel befindet sich aber der eigentliche Höhepunkt: eine Anzeige der Volksbanken-Raiffeisenbanken. Hier heißt es tatsächlich in einem großen orangenen Button: "Mitglied werden und profitieren!" Das sind die, die den Weg frei machen. Mitglied und mit Schaf.

Sonntag, 14. April 2013

Spiegel to Go!


Wow, das ging aber schnell, diesmal beim Spiegel. Freitag vor einer Woche streute Kai-Hinrich Renner, Hamburger Abendblatt, erstmals Gerüchte, dass die Chefredaktion des Spiegel abgesetzt würde. Das bestätigte sich bis vergangenen Dienstag. 

Und schon in der aktuellen, morgigen Ausgabe des Hamburger Nachrichtenblattes ist im Impressum kein Chefredakteur mehr genannt, Mascolo in Rekordzeit gestrichen. Genannt wird nur der Stellvertreter, verantwortlich im Sinne des Presserechts, Klaus Brinkbäumer. Wow, der Spiegel wird immer schneller. In vielerlei Hinsicht. Wobei nicht alles Wow ist...

Samstag, 30. März 2013

Karnickelhumor

Werbung will zuweilen sehr witzig sein. Gerade zu Ostern hoppeln unzählige Hasen besonders humorvoll durch TV, Print und Web. Wie originell, wie kreativ, wie lustig! Entsprechend kann Karnickelhumor in der Werbung auch mal kräftig daneben gehen.

In einer Münchner Boulevardzeitung haben wir eine entsprechende Anzeige entdeckt, von der Firma Fabri Betriebsgesellschaft mit ziemlich beschränkter Haftung. Auf dem Motiv, das immerhin eine viertel Seite groß ist, hoppelt ein menschlicher Hase in grauem Anzug ins Bild. Echt lustig. Unscheinbar heißt es in der Headline: "Direktverkauf neben der Autobahn für schlaue, sparsame und schöne Männer".

Wer nun von Bild und Text in die Anzeige gelockt wurde, darf sich über folgende Zeile freuen: "Fabri startet die verrückte Nimm Zwei Oster Aktion!" Dem Chef von Fabri, der mutmaßlich auf eine Werbeagentur verzichtet hat, weil er selbst über genügend Humor verfügt, fehlte aber wohl noch ein literarischer Höhepunkt in seiner Anzeige. Nach einigem Nachdenken sind ihm, so er der Poesie-Urheber ist, aber echte Werbe-Pulitzer-Zeilen gelungen: "Von führenden Osterhasen empfohlen" und, richtig kreativpreisverdächtig: "Mann braucht 2 Eier... um glücklich zu sein".

Vielleicht ist es das, was die von Fabri bräuchten. Um doch mal witzige Werbung zu machen...

Sonntag, 24. März 2013

Hochpreisige Seifenblase

Wie verkauft man eine Seife so teuer wie möglich? Natürlich ist es besonders einfach, eine teuere Marke aus dem meist minderwertigen Fett zu zaubern und es entsprechend hochpreisig ins Regal zu bringen. Oder man macht ein Produkt rar und weckt dadurch Begehrlichkeiten. Kontingenzmarketing nennen das manche, die sich Marketingspezialisten nennen.

Einen völlig anderen Weg der völligen Überteuerung einer Seife ist der Designladen "Magazin" gegangen. Die Seife, die für stolze 12,80 Euro angepriesen wird, ist noch nicht einmal ein Markenprodukt. Sie ist aus einem einzigen Grund so teuer: Weil auf ihr sechs Worte prangen. In Englisch. Wörtlich steht auf der Seifenflasche: "Stop the water while using me". Punkt. Mehr nicht.

In der schriftlichen Produktbeschreibung von "Magazin" steht die wahre Begründung: "Leistet ihren Beitrag zum täglichen Wassersparen, zumindest durch den gut lesbaren Appell." Und die meinen das echt ernst!

Als Schwabe habe ich das Sparen aber natürlich nachgerechnet: Ein Liter Wasser inklusive Abwassergebühren kommt durchschnittlich in Deutschland auf zirka 0,4 Cent. Der deutsche Händewascher kommt - wissenschaftlich erwiesen - wiederum auf einen Verbrauch von durchschnittlich zwei Litern pro Händewaschvorgang, das wären 0,8 Cent. Spart der "Magazin"-Seifenbenutzer also durch den Seifenflaschenspruch die Hälfte, wären das pro Waschgang 0,4 Cent, sagen wir unschwäbisch großzügig 0,5 Cent. Da die Seife mindestens zehn Euro teurer ist als echte Markenprodukte, müsste die Designflasche für 2000 Waschgänge mehr ausreichen als Markenseife.

Da sagt der Schwabe: Wer wirklich sparen will, verzichtet auf die Designseife. Oder auf´s Händewaschen gleich mit.

Sonntag, 17. März 2013

Papst Franziskus für Gewalt an Frauen



Es klingt wie ein ganz übler Scherz, doch es ist bitterer ernst: Der Vatikan macht sich stark - gegen Frauenrechte, und die meisten Medien feiern den neuen Papst unreflektiert als „Hand Gottes“, Franziskus, der Charmeur, heißt es etwa in der Tagesschau, weil er die geniale Idee hatte, Medienvertretern in einer Halle eine Art Privataudienz zu geben, in der der Papst die harte Arbeit der armen! Journalisten lobte. Der neue Medienpapst hat die Mechanismen verstanden – und nutzt sie seit Tag 1.

So kommt es, dass der Vatikan, während dessen neuer Chef mit den Medien flirtet, eine Art von Taliban-Akt zu vollziehen scheint. Und sich für Terror gegen Frauen einsetzt. Ganz gezielt, ganz bewusst.
„Vor allem muslimische Staaten, aber auch von Russland und dem Vatikan hatte es erheblichen Widerstand gegeben“, heißt es in einer kleinenMeldung der Tagesschau.de vom 16. März. Der erhebliche Widerstand, für den sich der Vatikan so stark gemacht hat, richtete sich klar gegen den Schutz von Frauenrechten. 

Hintergrund: Zwei Wochen lang haben sich bei einer Konferenz der UNO mehr als 2000 Vertreter von knapp 200 Regierungen zusammengesetzt, um eine Erklärung zu formulieren, wonach Frauen weltweit die gleichen Rechte eingeräumt werden sollen wie Männern, bestätigt sogar die Tagesschau. Aber nur so nebenbei. Die Konferenz drohte zu scheitern. Sie hatte eh so gut wie keine Weltöffentlichkeit in den Medien, diese stürzten sich bekanntermaßen alle auf den Papst und dessen Charme nach dessen Wahl, obwohl es nachweislich mehr Frauen als Katholiken gibt.

Wieso aber kämpft der Vatikan gegen Frauen? Und jetzt kommt es dicke – zur Erinnerung, wir schreiben das Jahr 2013:
Der Vatikan wollte wie auch Muslime und Russen eine Formulierung verhindern. Darin ging es um Gewalt gegen Frauen. Diese dürfe nicht durch Sitten, Traditionen oder religiöse Ansichten gerechtfertigt werden. Nein, das wollten die Talikan, äh, der Vatikan nicht genehmigen. Wow. Das heißt, dass der scheinheilige Franziskus mit seinen alten Jungs vom Petersdom ganz offiziell weiterhin Gewalt gegen Frauen befürwortet. Und fast alle Medien schweigen darüber.

Kurz bevor die Vereinten Nationen wegen der Gewaltherrschaft des Vatikans sowie muslimischer Staaten und Russlands scheiterte, kam es doch noch nur Einigung. Demnach verpflichten sich fortan alle Staaten, „die Rechte von Frauen und Mädchen genauso zu schützen wie die von Männern und Jungen.“

Komisch eigentlich: Würde es bei dem UNO-Papier um die Gleichstellung von Schwarzen gehen, wäre – absolut zu Recht – die Aufregung groß. Da es um den Versuch der Annäherung von Gleichstellung der Frauen geht, scheint das kaum jemanden zu interessieren. Außer Franzsikus und seine Truppen.

Samstag, 16. Februar 2013

Letzter Wille soll Verlage retten


Zeitschriften lassen sich zur Gewinnung von Abonnenten durchaus etwas einfallen: hochwertige Handys, Fahrräder, Stereoanlagen. Die Bohrmaschine meines allerersten Tageszeitungs-Abos habe ich heute noch. Und GQ hatte mal einen Düsenjet als Abo-Prämie angeboten, mit einer Zuzahlung von ein paar lächerlichen Millionen Euro oder so.

National Geographic wagt international eine völlig neuartige Idee, um an Gelder zu kommen und wirbt in ganzseitigen Anzeigen: „How to include National Geographic in my will“. Ja, richtig gelesen, hier geht es um den Letzten Willen. Dazu muss man laut Werbeanzeige mindestens 45 Jahre alt sein. Als Minimum erhofft sich National Geographic eine Erbschaft von 10.000 Dollar, man darf aber auch großzügiger sein und 50.000 oder auch 100.000 Dollar vererben.

Mit einem Abo für alle Ewigkeit hat die Aktion allerdings nur bedingt zu tun. Das Geld soll nämlich der National Geographic Society in Washington zugute kommen, die sich laut Eigenangabe „zur Förderung von Geographie“ einsetzt, was auch immer damit gemeint ist, und weltweit gut zwei Dutzend Ausgaben von National Geographic herausgibt.
Ausschnitt aus der Anzeige von National Geographic:
Yes! Please send me information on how to include National Geographic in my will...

Die Idee könnte Schule machen. Warum sollen nicht ältere Jungs kurz vor ihrem Ableben den „Playboy“ mit ihrem Vermächtnis beglücken? Warum der Scheinadel nicht aus Dank die „Bunte“ in ihren letzten Willen integrieren? Und bei Top-Kreativen darf dann ihr Leib- und Magenblatt mit dem Testament bedacht werden: „Erben & Verkaufen“.

Sonntag, 10. Februar 2013

Mit Käse zum Wohlstand


Wer fleißig Philadelphia-Käse löffelt, der kann sich momentan in einen gewissen Wohlstand futtern. „Jäger oder Sammler“, wie in Beipackzetteln des Frischkäseherstellers aufgeklärt wird, können am täglichen Gewinnspiel teilnehmen. Oder sie können sich acht Punkte zusammenschmatzen, um „ein exklusives hochwertiges Ritzenhoff Frühstücksbrett“ zu erhalten.

Da aber laut Homepage das Jagen bereits ein Ende hat und somit keine der 111 Kaffeemaschinen, Tablet-Computer oder gar 1111 Backbücher mehr per Käseverzehr erlöffelt werden können, muss man sich ab sofort mit den Frühstücksbrettern begnügen, will man in Sachen Wohlstand aufrüsten.

Wie aber sieht das „exklusive hochwertige“ Brett aus? Tja, schwer zu sagen. Denn unter dem Foto der umfassenden Käseschachtel-Aktionsinformation steht enttäuschend: „Abbildung nicht final“. Ob das nicht eher ein Hinweis der Werbeagentur für die Käse-Marketer war? So ein Käse!

Samstag, 2. Februar 2013

Zugegeben! Endlich!


Neulich schreckte eine Headline auf der Titelseite einer großen Tageszeitung ganz Deutschland auf: „Bundestrainer gibt Fehler zu“. Kann das wahr sein?, durchzuckte es auch mich, dass ein Bundestrainer Fehler zugibt. Für mich als streng katholisch erzogenes Kind war immer klar: Der Bundestrainer ist unfehlbar – wie der Papst. Klare Sache.

Entsprechend dramatisch beginnt der Zeitungsartikel mit den Worten „Am Ende eines turbulenten Fußball-Jahres hat Joachim Löw erstmals Fehler zugegeben.“ Und was gibt es so Wichtiges, was der Baller-Mann vor der Menschheit verrät? Dass er heute im EM-Halbfinale gegen Italien „wahrscheinlich“ eine andere Aufstellung wählen würde.
Verrat!
Das ist natürlich eine Sünde, die Gott oder Papst besser nie zu Gehör bekommen sollten.

Und doch ist es schön, dass ein Bundestrainer Fehler zugibt. Vielleicht ist das ja der Beginn einer völlig neuen Kultur im Reigen der Bundesmenschen. Ob hierzulande auch mal ein Bundespräsident Fehler zugeben wird? Vor Kurzem noch völlig undenkbar. Oder ob eines Tages ein geiles Bundesbrüderle Fehler zugibt? Fehler? Was für Fehler? Die macht in Deutschland doch nur einer: Der Bundestrainer.

Samstag, 26. Januar 2013

Fehler im Heissgetränkesystem


Ein Saturnprospekt in der Zeitung. Endlich mal wieder. Was war mein Leben teuer, als Saturn noch regelmäßig in Zeitungen mit Beilagen geworben hatte. In jedem Prospekt entdeckte ich völlig neue Produkte, die ich sofort kaufen musste. Dank der zeitungsarmen neuen Saturn-Strategie kann ich mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt im Saturn war.

Natürlich habe ich den aktuellen Saturn-Prospekt genossen und wohl länger gelesen als die restliche Zeitung. Und dabei wieder etwas für mich völlig Neues entdeckt: Ein Produkt, das 39 Euro kostet – „inklusive 40 Euro Guthaben-Konto“. Nein, es handelte sich nicht um ein Handy, auch nicht um ein Tablet, einen Computer oder Ähnliches, es handelte sich bei der Guthabenkonto-Werbung letztlich um eine Kaffeemaschine, die im Prospekt als „Bosch Heissgetränkesystem“ angepriesen wurde.

Eine Kaffeemaschine mit Guthaben? Für was denn das? Erst dachte ich, man könne mit der Kaffeemaschine telefonieren. Oder war es ein Handy, mit dem man Kaffee aufbrühen konnte? Nein, im Kleingedruckten hieß es unter dem Produkt-Bild: „Werden Sie Mitglied bei myTassimo…“, was eine Art Clubmitgliedschaft eines Online-Shops sein soll, wenn ich es recht verstanden habe.

Dieses Heissgetränkesystem – warum trauen sich die Werbetexter hier denn nicht, von einer Kaffeemaschine zu sprechen? – hat noch eine Finesse, die für mich völlig neu ist: „Automatische Getränkeerkennung“. Was, bitte schön, soll das denn sein? Die „automatische Gesichtserkennung“ ist mir bekannt. Das ist das, was bei mir persönlich immer nicht funktioniert, wenn ich auf Branchenveranstaltungen wieder alte Branchenbekannte treffe, die ich allesamt wieder nicht erkenne. Aber was ist die automatische Getränkeerkennung bei einer Kaffeemaschine?

Hier habe ich auch nach gründlicher Recherchetätigkeit Interpretationsschwierigkeiten. In dem Prospekt heißt es, dass die Getränkeerkennung durch Strichcode geschehe. Aha. Für gewöhnlich rieche ich guten Kaffee, bevor ich ihn schmecke, was mir meist während des Trinkvorgangs gelingt. Mag sein, dass dieses Gerät mit Absicht Heissgetränkesystem heißt – und eben nicht Kaffeemaschine. Weil ein ganz normaler Kaffeetrinker nicht mehr in der Lage wäre, das, was da ausgespuckt wird, zu erkennen. Aber, Moment, dazu gibt es doch die Getränkeerkennung…

Ich glaube, ich muss Mitglied bei myTassimo werden. Dann kriege ich ja 40 Euro, wovon ich mir die Kaffeemaschine zu 39 Euro kaufen kann. Vielleicht wird er mir dann klar, der Fehler im Heissgetränkesystem.

Dienstag, 1. Januar 2013

Chaos mit dem Chaos bei der Bahn


Unmittelbar vor dem Feiertagsmarathon überraschte die Deutsche Bahn mit der Überschrift des Jahres: „Bahnchef Rüdiger Grube erwartet kein Chaos.“ Eine Meldung, die völlig ernsthaft am 20. Dezember via dapd gestreut wurde. Und die viele Medien völlig ernsthaft mitgenommen haben. In ihren Blättern, Online-Auftritten, im Radio, im Fernsehen. Große Worte gehören in große Medien.

Zugegeben, vor zwei Jahren, da hatte sich die Bahn eine andere Überschrift als Weihnachtsüberraschung einfallen lassen, in etwa: „Die Bahn rät vom Bahnfahren ab“. Damals hatte es geschneit, aus heiterem Himmel. Und nur 9.000 Menschen schippten einst Gleise frei. Jetzt hat der Vorstandsvorsitzende Grube dafür gesorgt gehabt, dass 20.000 Menschen mit Schippen an den Gleisen lauerten, ob nicht doch noch Schneeflöckchen hoch vom Himmel her kommen würde. Schnee war aber über die Feiertage nicht angesagt – und so sollte der Bahnchef Recht behalten: kein Chaos.

Man stelle sich aber mal vor, all die anderen Vorstandsvorsitzenden und Chefs, die so in Deutschland herumsitzen, lassen sich eine ähnliche Propaganda einfallen, wie es die Bahn tut. Dann wären die Medien über die Feiertage voll gewesen mit folgenden Meldungen: „Lufthansa erwartet kein Chaos.“ „Statistisches Landesamt zur Zählung von Binnenschiffen erwartet kein Chaos“ Oder auch: „McDonalds erwartet kein Chaos!“ – trotz der vielen Verwandtschaftsflüchtlingsströme.

Womöglich sind all die anderen Vorstände bislang nur noch nicht auf die Idee gekommen, kein Chaos zu erwarten. Aber wahrscheinlich ist es inzwischen die viel stärkere und überraschendere Headline als ein Chaos zu erwarten.

Das wiederum beweist die Deutsche Bahn selbst: Im vergangenen Herbst hieß es nämlich wörtlich: „Chaos bei Bahn: Weniger Verspätungen erwartet“ – nachzulesen etwa bei ffh.de.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Eine Weihnachtsgeschichte


Die Lebenserwartung des Mannes im afrikanischen Staat Kamerun liegt bei 53,82 Jahren, die Frau darf zwei Jahre länger leben. Das hat uns die Financial Times Deutschland einen Tag vor ihrem eigenen Ableben verraten. Was einen traurig stimmen kann.

Aufgrund der Sonderbeilage über Kamerun, die der FTD beilag, fiel mir eine
längst vergessene Geschichte ein: Einst lebte ich in einem Studentenwohnheim, in dem auch ein Kommilitone wohnte, der zuvor einen langen Auslandsaufenthalt in Kamerun verbringen durfte. Was zur Folge hatte, dass aus seinem Zimmer stets afrikanische Musik schallte, zuweilen reagierte er sich auch auf trommelartigen Gegenständen ab. In die Gemeinschaftsküche schmuggelte er überraschendste Gewürze ein. Was kein Fehler war, im schwäbischen Tübingen.

Kurz vor Weihnachten, da packte der Kamerunstudent all seine Sachen ins Auto, um zur Familie heimzufahren, Driving Home For Christmas. Einen wunderschönen afrikanischen bunten Korb mit Deckel vergaß er einzuladen. Dieser stand nun da, zufällig exakt vor der Eingangstüre des Hausmeisters.

Natürlich freute sich die Hausmeister-Familie darüber, dass ihnen die Studenten ein Weihnachtsgeschenk überbracht hatten. Womöglich war es ein ganz besonderes Geschenk von dem Studenten, der in Kamerun war. Der fröhliche Korb wurde liebevoll unter den Weihnachtsbaum gestellt – bis zum Heiligen Abend. Da öffneten ihn die lieben Hausmeistersleute inmitten der Geschenke – und waren entsetzt: Alte Socken, dreckige Unterhosen – und das zu Weihnachten. So etwas Unverschämtes hatten sie noch nie erlebt.

Währenddessen wunderte sich der Kamerunstudent, wo er denn seinen Korb mit der Dreckwäsche gelassen hatte. Auf seine Lebenserwartung könnte sich solch eine Episode natürlich negativ auswirken. Na denn, frohe Weihnachten!

Sonntag, 25. November 2012

Todesmutige Anzeige


Unternehmen schenken ja gerne mal zum Ableben eines ehemaligen Mitarbeiters ein paar tröstende Worte in Form einer Anzeige. Echt lieb. Wer in diesen Tagen das Trauerspiel zum Tod Albert Cramers verfolgt hat, dem Seniorchef der Brauerei Warsteiner, mag sich darüber gewundert haben, dass die Biermarke mit dem kompletten Werbeslogan trauerte. So hieß es am Ende der Todesmeldung ganz wahrhaftig: „Das einzig Wahre – Warsteiner“.

Sollte der Vorstoß des Brauers Schule machen, werden Todesanzeigen zukünftig noch unterhaltsamer sein. Ob es den Verstorbenen gefällt oder nicht. Wie mag es wirken, wenn man in der Kiste liegt und der ehemalige Arbeitgeber mit „Quadratisch. Praktisch. Gut“ kondoliert? Oder mit „Nicht immer, aber immer öfter“. Auch Ikeas „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ käme ziemlich schräg daher. Oder: „Da weiß man, was man hat“ (Persil). Nicht besser wäre Datevs Slogan „Zukunft gestalten. Gemeinsam“ oder auch der von Geo: „Die Welt mit anderen Augen sehen.“

Gut, dass die Warsteiner-Dichter nicht bei AOL gearbeitet haben. Da hätte sich mancher im Grab umgedreht: „Ich bin schon drin…“

Samstag, 10. November 2012

Goldenes Lenkrad statt Mauerfall


Deutschland am 9. November 1989, die Mauer fiel – wo aber war eigentlich West-Berlins Regierender Bürgermeister Walter Momper zu diesem historischen Zeitpunkt? Jok-blog hat 23 Jahre lang mühevoll recherchiert und es jetzt lückenlos für die Weltöffentlichkeit exklusiv herausgefunden: Momper hat gefeiert. Und sich schon Monate zuvor zu dieser Feier als Gast angemeldet gehabt. Nachweislich. Momper war eigentlich unmittelbar an der Mauer, ganz oben im Hochhaus des Axel Springer Verlags, im Journalistenclub.

Gerade war das Goldene Lenkrad verliehen worden, damals, 1989, eine Veranstaltung, zu der traditionsgemäß die obersten Autobosse kommen, um eine der Trophäen für eines ihrer Fahrzeuge entgegenzunehmen. Nach der Verleihung floss wie gewohnt der Champagner im altehrwürdigen Journalistenclub, quasi im Himmel über Berlin. Von hier oben sah der Blick über die Stadt am Abend stets sehr zweigeteilt aus. Die große Fensterfront zeigt gen West-Berlin, man sah eine leuchtende Großstadt. Gegenüber war es relativ dunkel, der Osten.

Doch in jener Nacht sah das Bild anders aus. Da war die Action an der Mauer. Momper & Friends sollen aber erst einmal nichts davon mitbekommen haben. Handys gab es noch nicht. Der Axel Springer Verlag war jedoch als Zentrum der Nachrichten auf dringende Mitteilungen eingestellt. Und so kommunizierten die Mitarbeiter über Lautsprecher im Journalistenclub, dass die Mauer gefallen sei. Das hatte dennoch zunächst wohl keiner verstanden. Erst akustisch nicht, dann fehlte allein der Glaube. Momper fuhr dann aber sofort zum Sender Freies Berlin und anschließend ins Rathaus, die anderen Gäste des Goldenen Lenkrads, das fast auf den Tag genau in dieser Woche wieder dort verliehen wurde, gingen sofort runter auf die Straße, heißt es. Um zu feiern: Wir sind das Volk – statt Goldenes Lenkrad.

Freitag, 2. November 2012

Edeka: Wir lieben Alkohol!


Liebe geht gerne mal durch den Magen, das ist bekannt. Das ist auch dem Lebensmittelhändler Edeka bekannt, dem es gelungen ist, sich endlich vom verstaubten Rudi-Carrell-Image der 70er Jahre zu lösen, mit einer Liebeserklärung, die von den Kreativen der Hamburger Agentur Grabarz & Partner stammt: „Wir lieben Lebensmittel.“

Obgleich die Kampagne mit Spots wie Bub-an-der-Käsetheke oder Mann-lässt-sich-über-Wein-beraten als eine der erfolgreichsten Werbeauftritte der vergangenen Jahre gilt, wechselte Edeka in diesem Jahr zur Agentur Jung von Matt. Wirkt für Außenstehende wie eine treulose Liebe. Egal, darum geht es hier nicht.

Hier geht es darum, wie liebevoll Edekas Slogan im aktuellsten Prospekt platziert wird. Und zwar auf der Rückseite des Werbepapiers: „Wir lieben Lebensmittel“ bezieht sich hier nicht auf Käse, Fleisch, Fisch oder Brot, sondern auf einen ganz besonderen „Super-Knüller“, eine Spirituose, die mit einem Alkoholanteil von 35 Prozent als rumartig eingestuft wird und auf den Namen Captain Morgan hört. Edeka liebt Bölkstoff. Und liebt alle, für die eine Rummarke nichts anderes ist als – ein Lebensmittel. Schließlich geht auch Rum durch den Magen.

Samstag, 27. Oktober 2012

Werbespruchverordnungsbeschlussregelung

Die Politik lässt sich zuweilen merkwürdige Dinge einfallen, um die Menschheit vor Irrungen und Wirrungen zu schützen. Vor allem vor denen der geheimen Verführer der Werbeindustrie. So tritt Mitte Dezember die Verordnung unter dem 007-artigen Agentennamen EG Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments in Kraft: die Health-Claims-Verordnung, zu Deutsch „Gesundheitsbehauptungen-Verordnung“.

Dabei geht es vor allem um die staatliche Genehmigung von Werbesprüchen für Lebensmittel. Wörtlich heißt es zum Beispiel, dass Verbraucher in der EU „vor irreführenden, wissenschaftlich nicht belegten Angaben bzw. irreführender Werbung zu besonderen gesundheitsfördernden und/oder krankheitsverhindernden Eigenschaften von Lebensmitteln geschützt werden“ sollen. Nährwert- und gesundheitsbezogene Aussagen über Lebensmittel müssen wahr und belegbar sein. Klingt gut, oder?

Seit sechs Jahren quält sich die EU-Kommission mit inzwischen 44.000 eingereichten Claims herum, mehr als 1.600 Werbeaussagen wurden verboten, stolze 222 Sprüche sind erlaubt. Die erste genehmigte Angabe auf dieser Positivliste beschäftigt sich mit „Aktivkohle“. Man darf damit werben, dass sie – Zitat – „gegen exzessive Blähungen nach dem Essen wirkt“. Die Werbeindustrie freut sich über solch eine Erlaubnis.
Von zahlreichen Wasser-Claims blieben bislang nur zwei übrig: Wasser diene der Erhaltung normaler körperlicher und kognitiver Funktionen sowie der Regulierung der Körpertemperatur. Doch dürfen Werbesprüche mit diesen Aussagen nur eingeschränkt verwendet werden, nämlich nur für Mineral-, Tafel-, und Leitungswasser. Nicht aber für Tee.

Während probiotische Sprüche im Zusammenhänge mit Joghurts verboten wurden, ist erlaubt worden, dass der Digestif Underberg „weltweit im Dienste des Wohlbefindens“ unterwegs sei, „appetitanregend“ und „verdauungsfördernd“, so ein Urteil des OLG Stuttgart vom 3. Februar 2011.

Das Problem der Health-Claims-Verordnung: All die Werbesprüche müssen vor Verwendung wissenschaftlich nachgewiesen sein. Das Gesetz wäre ja dann in Ordnung, so sagte es in etwa Peter Loosen als Rechtsanwalt in Sachen Lebensmittelrecht auf den Münchner Medientagen, würde es auch für Politiker gelten. Denn dann müssten die Wahlversprechen vor einer Wahl wissenschaftlich geprüft werden, ob diese auch haltbar sind. Vermutlich wäre damit Wahlwerbung auf einen Schlag komplett verboten.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Für wie blöd H&M seine Kunden hält


Ab morgen ist es Anna Dello Russo, die in 140 H&M-Shops weltweit mit ihrer Design-Kollektion Kunden anlocken soll. Mit der Idee, Massenmode mit Star-Designerware zu verkuppeln, startete H&M im Jahre 2004. Karl Lagerfeld wagte sich als Erstes in die Fast-Fashion-Shops, dann folgten fast ein Dutzend prominenter Modeschöpfer wie Stella McCartney (2005) oder zuletzt Versace (2011) und Marni (2012).

Eine ziemlich kluge Marketingstrategie – aus Sicht von H&M. Aber auch für eine „Nicht-Designerin“ – Selbsteinschätzung im Vogue-Interview – wie Anna Dello Russo, 50-jährige Italienerin, die sich als japanische Vogue-Chefin selbst „Stylistin und Redakteurin“ nennt.

Für ziemlich dumm aber scheint H&M seine Kunden zu halten. Denn wer auf die Homepage des schwedischen Modehändlers geht, erhält merkwürdige Hinweise unter der Rubrik „So kaufen Sie ein“: Im ersten von sieben Tipps heißt es, dass H&M mit großem Andrang rechne und empfiehlt: „Bitte folgen Sie den einfachen Schritten, um Ihren Einkauf leichter zu machen“. Die Spannung steigt.

Tipp zwei besagt, dass jeder Kunde nur einen Artikel je Modell oder Art kaufen kann. „Damit so viele Kunden wir möglich Artikel aus der Kollektion (…) erwerben können.“ Um diese Lex Ha-und-Emma verstehen zu können, wird Tipp zwei als Tipp vier wiederholt. Mit dem Zusatz: „Bitte beachten Sie, dass ein Platz in der Warteschlange nicht unbedingt den Kauf eines Artikels aus der Kollektion garantiert.“

Auf die ebenso tiefgründigen Tipps fünf bis sieben – etwa die „Auswahl des Geschäfts“ – wollen wir hier nicht weiter eingehen. Wohl aber auf Tipp drei, der für die deutsche Shoppinglandschaft geradezu bahnbrechend ist. Er heißt: „Bitte anstellen“. Vor allem, „wenn Sie schon vor Geschäftsöffnung eintreffen“ sollten.

Sollten H&M-Kunden diese sieben Punkte am Ende immer noch nicht verstanden haben, hilft H&M vor Ort. In der Warteschlange (sic!) „sagen unsere Mitarbeiter dann, wie Sie einkaufen können.“

Samstag, 29. September 2012

Douglas überrascht als Box-Meister

Werbung, die sich unverlangt im Briefkasten mit persönlichen Briefen vermengt, wird meist nicht unbedingt vom Verbraucher gewürdigt und schon gar nicht geliebt. Verteilen also zum Beispiel irgendwelche Händler irgendwelche Proben von Schönheitsmachern an irgendwelche Haushalte, kommt es sicher mal zu einem Aufschrei – nicht aber vor Freude, sondern vor Empörung.

Anders bei den „immer neu zusammengestellten Beauty-Überraschungen, die Douglas jeden Monat an registrierte Kunden versendet“, wie die Hagener Parfümeriekette formuliert. Denn Douglas verschenkt die „aktuellen Highlights aus der Welt der Schönheit“ nicht, die Kunden „kennen lernen und testen können“, sondern verkauft sie. Vier so genannte Luxusproben aus den Bereichen Düfte, Pflege und Make-up, wie Douglas verspricht, „sowie einen 10%-Gutschein für den Nachkauf eines der Produkte in Originalgröße“. Ach ja, ein Produkt in Originalgröße ist im Preis von zehn Euro auch noch dabei. In einer Box, die im Abo monatlich verschickt wird – nur nach freiwilliger Registrierung.

Diese Idee hat das Marketing „Douglas-Box-of-Beauty“ getauft. Ob sie funktioniert? Zehn Euro für vier Warenproben und ein Produkt? Da ist ja fast jedes Zeitschriften-Abo inklusive Warenproben günstiger. Ja, das Abo-Modell mit den Proben funktioniert sogar viel besser, als sich Douglas selbst erhofft hatte. Der nach Eigenangaben „Parfümeriemarktführer Europas“ hat nach 40.000 Abos (unbestätigte Schätzung) den Riegel vorgeschoben. Wer auf die Douglas-Seite klickt, sieht einen roten Button mit der Aufschrift: „Zurzeit kein Abo verfügbar“.

Es zeigt sich einmal mehr: Was nichts kostet, ist nichts wert. Das gilt selbst für Warenproben…

Sonntag, 23. September 2012

Wie sich American Express entschuldigt

Social-Media-Plattformen wie auch dieser Blog werden gerne mal für Bashing von Unternehmen strapaziert. In der Regel melden sich Unternehmen daraufhin nie. Selbst, wenn Ihnen Betrugsversuche oder sonstige harte Vorwürfe wie "die Lüge mit dem Kostenstopp" gemacht werden.

Auf Facebook sind Unternehmen deutlich professioneller unterwegs, wie die Fachzeitschrift W&V jetzt in einem großen investigativen Test unter 30 Firmen bewiesen hat. Drogerieking Rossmann etwa brachte das via Facebook defizitäre Haarmittel augenblicklich in eine Münchner Filiale und hinterlegte es dort. Wow!

Umso überraschender ist, dass American Express wohl auch Blog-Einträge scannt, um Kundenerfahrungen zu sammeln und darauf zu reagieren. So landete ein zweiseitiger persönlicher Brief in meinem Briefkasten, der Bezug auf folgenden Blog-Eintrag nahm: "American Express verhört seine Kunden".

In dem Schreiben wird "sehr bedauert", dass "Sie (...) mit unerwarteten Unannehmlichkeiten und Wartezeit konfrontiert wurden." Amex dokumentiert, dass der Vorgang in jenem italienischen Geschäft überprüft worden sei. Das Verfahren diene dazu, Kunden vor etwaigen Betrugsfällen zu schützen. "Die Sicherheit der Daten unserer Kunden hat für uns höchste Priorität."

Klar enthält der Brief einige Standardsätze. Doch irgendwie liest sich das fast schon ehrlich, wenn Servicechef und Geschäftsleitung von American Express formulieren, dass außer Frage stehe, seine Karteninhaber nicht in unangenehme Situationen bringen zu wollen. "Ihre Beschreibung lässt jedoch vermuten, dass der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin etwas übereifrig zu Werke ging und die Erledigung damit übermäßig viel Zeit in Anspruch nahm." Auch dafür entschuldigte sich der Kartenbetreiber.

Auch wenn jok-blog gerne kritisiert, hier muss man mal fair sagen: Lob!

Donnerstag, 20. September 2012

documenta ist documenta ist schrott


Kassel ist Kunst. Zumindest alle fünf Jahre. Wenn die Documenta für 100 Tage ihre Tore öffnet. Danach ist Kassel wieder still, leise, zugesperrt. So wie jetzt wieder.
Doch vor wenigen Tagen noch, da ging es ab, in Kassel. Hier eine Documenta-tion:

Hauptbahnhof, der ehemalige, der sich jetzt Kulturbahnhof nennen darf. Klingt in Kassel nach Kulturbeutel. Kein Hinweis in Sichtweite, wo es zur Documenta geht, dem weltweit größten Kunstereignis.

Ein Polizist.
„Können Sie mir sagen, wo die Documenta ist?“ Der Polizist lacht. Seine Begleiterin lacht auch. Uniformiertes Lachen im Bahnhof von Kassel.
Dann die Antwort als raffinierte Gegenfrage: „Die Documenta?“
Pause.
„Die Documenta, die ist überall. Die ist im Nordflügel, die ist im Südflügel, die ist in der ganzen Stadt.“
Wieder eine Pause.

Dann kommt der Polizist ganz nah heran, flüstert geheimnisvoll: „Wissen Sie, es ist so hier: Wenn Sie hier irgendwo in der Stadt einen Schrotthaufen sehen, dann sind Sie da. Dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass es die Documenta ist.“

So gesehen ist tatsächlich die ganze Stadt Documenta. Immer.

Samstag, 15. September 2012

Streng geheim: Kölner Logi(sti)k

Es ist ein Geheimtipp in Köln, das Restaurant, zu dem alle hingehen. Der Name soll hier auch geheim bleiben. Und so strömten Massen von Gästen zu dem Geheimtipp an den Abenden der Kölner Megamedienmenschenwoche, in der sowohl Radioday als auch die Onlinemarketingmesse Dmexco mit 22.000 Besuchern stattfanden. Besonders beliebt in jenem Restaurant sind indische kulinarische Finessen – aber auch die legendäre Thai-Suppe.

Der große Stress in der Küche des Geheimtipp-Restaurants blieb aber aus. Trotz der vielen Gäste. Wie immer dort. Denn „Chef“ steht dort nicht für „Koch“, sondern wirklich für Chef. Und der organisiert das Essen. Er kocht nicht, er lässt kochen. Und zwar einige Gebäude weiter. Ein indischer Imbiss versorgt das nahe Geheimtipprestaurant gerne per Call, ein weiterer Thai-Snack sorgt für die scharfe Brühe. In geheimer Mission.

Dass sich der Preis durch das Umschütten von Alupack auf Porzellan mehr als verdoppeln soll, bleibt aber bitte auch streng geheim!