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Sonntag, 19. Februar 2012

Simyo: Die Lüge mit dem Kostenstopp?

"Mit dem Kostenstopp von Simyo zahlen Sie nie mehr als 39 Euro / Monat", heißt das Werbeversprechen. Doch das scheint eine Lüge zu sein. jok-blog hat den Test gemacht.

"Sie zahlen nur, was Sie verbrauchen!", verspricht der Billigtelefontarifanbieter, was an sich nicht gerade vertrauenserweckend klingt. Zahlt man bei anderen Anbietern etwa mehr, als man verbraucht? Was sagen die Kollegen von Telekom, O2 und Vodafone dazu? Simyo jedenfalls scheint es ernst zu meinen mit dem Ver-Sprechen und gilt wohl auch als Erfinder des Kostenstopps. Nie mehr als 39 Euro im Monat zahlen? Egal wie viel telefoniert, gesimst, gesurft wird? "Die Pille fürs Handy - endlich sorgenfrei Monat für Monat", haben sich die kreativen Werbetexter dafür ausgedacht. Klingt beruhigend.

"Weil einfach einfach einfach ist", so der Werbe-Claim von Simyo, wird es jetzt kompliziert: Rechnerisch liegt der Kostenstopp nämlich gar nicht bei 39, sondern bei 78 Euro, wenn jok-blog recht gerechnet hat. Ohne Sondertarife und sonstige ganz illegale Steuertricks. Na ja, ein Trick ist es schon, von Simyo, so scheint es.

Denn: Der Kostenstopp von Simyo gilt nicht während eines Abrechnungszeitraums, also zum Beispiel vom 1. bis zum 30. März. Sondern er gilt beispielsweise vom 15. Februar bis 15. März. Das heißt, wenn der Kunde nach dem 1. März für 39 Euro telefoniert - und nach dem 15. März nochmal für 39 Euro spricht, surft oder simst, dann zahlt er im März insgesamt 78 Euro. Kapiert? Aber mehr zahlt er nicht. Und übers Jahr gerechnet können es tatsächlich nicht mehr als durchschnittlich 39 Euro im Monat sein. Verstanden? Weil einfach einfach einfach ist?

Auf Anfrage von jok-blog, wie das mit dem Kostenstopp denn nun gemeint sei, antwortet der Simyo-Kundendienst sehr zeitnah. Ganz lieb und ganz klar: "Der Kostenstopp-Monat kann unabhängig von dem Abrechnungszeitraum der Postpaid Rechnung sein". Jetzt alles verstanden? Es ist in etwa so: Wäre Simyo eine Pille, so würde sie verhüten - aber wohl nur jedes zweite Mal...

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